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Auftragslage 2026: Chancen im Wandel

Anti-Kipp-Strategien für mehr Umsatz

Die Auftragslage im Handwerkbleibt 2026 herausfordernd – viele Betriebe melden stagnierende Umsätze und sinkende Auftragsreichweite. Aber: Wer jetzt auf Premium-Leistungen, Stammkundenpflege und smarte Positionierung setzt, wandelt Krise in Chance. Wir zeigen, wie weniger Aufträge dennoch Gewinn machen können – mit Kalkulationstricks, Marketing-Tipps und digitalen Tools.

Auftragslage 2026: Zahlen und Prognosen

Handwerksbetriebe stehen vor einer harten Nuss: Die Konjunktur bleibt schwach und die Auftragslage verschlechtert sich weiter. Laut ZDH-Konjunkturbericht sank der Auftragsbestandsindikator im Herbst 2025 auf minus 13 Punkte, die Kapazitätsauslastung auf 79 Prozent und die Auftragsreichweite auf nur 8,3 Wochen – deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Für 2026 erwarten Experten nun moderates Wachstum: Ein bis 1,5 Prozent Umsatzplus laut HWK Braunschweig, doch gleichzeitig steigt der Anteil der Betriebe mit schlechter Auftragslage von 14 auf 18 Prozent.

    Die Ursachen sind vielfältig und greifen ineinander:

    • Schwache Konjunktur: Private und gewerbliche Kunden zögern mit Investitionen – keine Erholung nach Krisenjahren.

    • Hohe Kosten: Material- und Energiekosten bleiben über Vorkrisenniveau, drücken Margen und Kalkulationen.

    • Fachkräftemangel: Rund 250.000 offene Stellen (z. B. 12.000 in SHK, 3.000 Dachdeckerhandwerk) – Betriebe lehnen Aufträge ab.

    Die Folge: Nachlassende Nachfrage, Preisdruck und Planungsunsicherheit.

    Chancen erkennen: Von der Krise zum Vorteil

    Während Massenanbieter hadern, füllt das regionale Handwerk den Kalender mit Premium-Aufträgen. Der Schlüssel dabei heißt Umdenken. Flexibilität ist gefragt – etwa durch staatliche Investitionen, die die individuellen Kernbereiche pushen können.

    >> Wenn nicht jetzt, wann dann?

    HWK-Umfragen zeigen: Betriebe, die in Digitalisierung (52 %) oder Marketing (56 %) investieren, binden Kunden besser und gewinnen Empfehlungen. Ergänzt durch gezielte Azubi-Strategien gegen den Fachkräftemangel (250.000 offene Stellen), bauen sie langfristig auf.

    Anti-Kipp-Strategie 2026 - Qualität statt Masse

    In einer Phase schwacher Auftragslage kann die Konzentration auf hochwertige Aufträge die Stabilität von Betrieben sichern. Weniger, dafür gezielt bessere Projekte reduzieren Risiken und erhöhen die Marge. Dafür sind fünf zentrale Hebel besonders interessant:

    • ​​​​​Online-Präsenz optimieren:

    Google Business Profile und Website für regionale Suche aktualisieren, Bewertungen sammeln und Kooperationen mit Partnerbetrieben nutzen: das ist kostengünstig und effektiv.

    • Team und Nachwuchs einbinden:

    Fachkräfte motivieren, gezielt Azubis fördern, Weiterbildungen nutzen. So wird die Basis für stabile Betriebsabläufe trotz Engpässen gestärkt.

    • Preiskalkulation prüfen:

    Kostendeckende Preise mit 20 bis 30 Prozent Puffer für Material- und Energiepreissteigerungen einplanen, um Margen stabil zu halten.

    • Stammkunden priorisieren:

    Ein großer Teil des Umsatzes stammt häufig von wenigen Kunden. Es lohnt also, laufende Projekte zu überprüfen und Folgeaufträge gezielt vorzubereiten.

    • Portfolio fokussieren:

    Zwei bis drei Kernleistungen mit hoher Marge priorisieren, etwa Sanierung oder Modernisierung, dort wirken staatliche Förderungen besonders positiv.

    Wichtig:

    Gute Kalkulation ist das A und O: Daher nicht nur Puffer auf Stundenlohn/Material einplanen, sondern Preise regelmäßig mit Blick auf Energie- und Materialkosten anpassen und Angebotskalkulation prüfen: Zusatzaufwand, Anfahrt, Materialverlust?

    8 Schritte für stabile Aufträge – sofort umsetzbar

    • Auftragsbuch scannen: Kernleistungen priorisieren, Fokus auf 2 bis 3 Stärken
    • Kalkulation anpassen: Puffer einbauen
    • Top-Kunden anrufen: Folgechancen nutzen
    • Sichtbarkeit boosten: Bewertungen pushen, Google, Social-Media, regionale Portale kostengünstig nutzen
    • Digitale Tools nutzen: HERO-Software, Lexware, CRM-Systeme
    • Fachkräfte sichern: Weiterbildung, Netzwerk und Azubi-Programme nutzen
    • Monats-Review: Zahlen prüfen, Strategie agil anpassen

    • Förderungen checken: Sanierung als Booster nutzen (z. B. KfW, BAFA, Sanierungsprogramme)

      Unsere Podcast-Empfehlung:

      „Handwerk 2026: Herausforderungen, Chancen, Risiken“ – Patrick Neumann und Ramon Kadel sprechen über praktische Strategien inklusive regionaler Trends. Ideal zum Nachhören, zum Beispiel hier.

      Fazit & Ausblick 2026 – Transformation entscheidet

      Machen wir uns nichts vor: Auftragseinbrüche verunsichern. Doch sie sind kein Ausnahmezustand, sondern Teil des wirtschaftlichen Zyklus. Entscheidend ist der Umgang damit. 2026 markiert keinen Einbruch des Handwerks, sondern eine Zäsur: Weg von Masse, hin zu Qualität, Spezialisierung und strategischer Klarheit.

      Damit wird 2026 zum Jahr der Strategen. Weniger Aufträge müssen kein Risiko sein, sondern können zum Hebel werden. Wer Premiumkunden priorisiert, Zusatzleistungen konsequent entwickelt, digitale Sichtbarkeit stärkt und Netzwerke nutzt, verwandelt konjunkturellen Druck in Wettbewerbsvorteile. Nicht das größte Auftragsvolumen entscheidet – sondern die Fähigkeit, aus weniger mehr zu machen.

      Key Facts 2026 – Stärken im Überblick

      Indikator

      Stand Q4 2025

      Chance 2026

      Strategie/Beispiel

      Umsatzwachstum

      Stagnation

      1 -15 %

      Fokus Premiumleistungen

      Optimismus SHKL

      72 %

      Stammkundenpflege & Marketing

      Top-Herausforderung Lohnkosten

      47 %

      Sanierungsimpulse

      Zusatzleistungen,  Förderprogramme

      Bürokratie

      76 % belastet

      Weniger Auflagen = mehr Zeit

      Digitale Tools, Prozesse optimieren

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