4. WhatsApp-Recruiting: Niedrigschwellig und schnell
Für die Generation Z ist WhatsApp der natürlichste Kommunikationsweg. Eine Telefonnummer auf der Website oder im Instagram-Profil reicht oft schon aus. Jugendliche schreiben lieber eine kurze Nachricht, als eine E-Mail zu formulieren.
Beispiel-Nachricht eines Jugendlichen:
„Hey, ich bin Max, 16, und suche einen Ausbildungsplatz als Elektriker. Kann ich mal vorbeikommen?"
Optimale Antwort (innerhalb von 48 Stunden):
„Hallo Max, super, dass du dich meldest! Klar kannst du vorbeikommen. Wie wär's am Mittwoch oder Freitag für zwei bis drei Stunden? Ich zeige dir unsere Werkstatt, du lernst das Team kennen und kannst alle Fragen stellen. Sag Bescheid, welcher Tag dir passt. Grüße, Stefan."
Diese Nachricht ist schnell, persönlich, konkret und wertschätzend. Bei der Nutzung von WhatsApp für Bewerbungen sollte eine kurze Einwilligung eingeholt werden.
5. Eltern als Multiplikatoren: Der oft vergessene Kanal
Eltern spielen eine zentrale Rolle bei der Berufswahl ihrer Kinder. Sie haben oftmals ganz andere Prioritäten als Jugendliche und fragen nach Sicherheit, Verdienst und Aufstiegschancen ebenso wie der Möglichkeit zu studieren. Wer diese Fragen klar beantwortet, gewinnt Vertrauen – und damit oft auch den Azubi.
So holen Sie Eltern ins Boot:
- Eltern-Azubi-Infoabend im Betrieb (1x jährlich)
- Eltern zum Schnuppertag einladen
- Klar kommunizieren: Verdienst, Perspektiven, Sicherheit
- Testimonials von Azubi-Eltern nutzen